Die Mittellinie ist überquert! Es liegen jetzt mehr Tage und Filme des Festivals hinter mir als vor mir. Das ist auch gut so, denn leichte Ermüdungserscheinungen schleichen sich wieder ein (man wird ja auch nicht jünger!). Auch im dritten Jahr des verlängerten Fantasy Filmfests, bleibe ich der Meinung, dass acht Tage die perfekte Laufzeit des Festivals darstellten. Natürlich bringt die längere Laufzeit mit nur einer Filmschiene unwiderlegbare Vorteile mit sich, denn so kann man wirklich jeden Film mitnehmen (wovon insbesondere Dauerkarten-Inhaber profitieren) und muss keine schwierigen Entscheidungen mehr treffen. Doch obwohl es vielleicht nicht danach klingt, ist es doch anstrengend, elf Tage im Kino zu verbringen, auch wenn es sich um ein Luxus-Lichtspielhaus wie die Residenz Astor Film Lounge in Köln handelt.

Natürlich kann man einen vollen Filmtag beim Festival deutlich besser durchstehen, wenn es gute Filme zu sehen gibt, und am Vortag hatte ich in dieser Hinsicht viel Glück. An meinem zweiten 5-Filme-Tag in Folge war die Ausbeute deutlich wechselhafter. Obwohl es keinen von vorne bis hinten grottigen Film à la Follow zu sehen gab, fehlten trotz fünf sehr unterschiedlicher Beiträge diesmal die richtigen Highlights, auch wenn ich den einen oder anderen der gesehenen Filme durchaus weiterempfehlen würde. Etwas kurios fand ich außerdem die Tatsache, dass der erste Film des Tages, der spanischer Gangsterstreifen Toro, bereits bei Netflix Deutschland abrufbar ist.

Neben Toro standen an meinem 6. Tag auch der Grusler Havenhurst, der Menschenjäger-Film Desierto, die Abrechnung mit dem Reality-TV Scare Campaign und der The-Crazies-Verschnitt Don’t Grow Up auf dem Programm. Unten findet Ihr die Kurzkritiken zu allen fünf Filmen.

Tag 6

Toro

Fantasy Filmfest 2016 Tag 7 Toro„Noch ein allerletzter Job und dann bin ich raus.“ Das ist der löbliche Vorsatz von Toro (Mario Casas), dem jüngsten von drei Brüdern, die für den andalusischen Mafia-Paten Romero (José Sacristán) die Drecksarbeit erledigen. Obwohl Romero Toro wie seinen eigenen Sohn liebt, will der junge Mann das kriminelle Leben hinter sich lassen. Nur noch ein allerletzter Job also. Wer genug Gangsterfilme gesehen hat, weiß, dass so etwas nie gut geht. Der Routineauftrag endet tragisch und Toro landet für fünf Jahre im Knast. Das bringt ihn jedoch nicht vom Ziel ab, ein rechtschaffenes Leben zu führen, sondern bestärkt ihn erst recht in seinem Vorhaben. Wegen guter Führung erhält er nach einigen Jahren tagsüber Freigang, verdient sein Geld als Chauffeur und muss nur noch nachts zurück in den Knast. Dann erfährt er auch noch, dass er früher entlassen werden soll und freut sich schon darauf, mit der jungen Lehrerin Estrella (Ingrid García Jonsson) ein Familienleben zu führen. Doch schon am nächsten Tag steht sein verantwortungsloser und unberechenbarer Bruder López (Luis Tosar) vor seiner Tür und braucht Toros Hilfe. Er machte den Fehler, Romero zu bestehlen und wie jeder weiß, hat das tödliche Folgen…

Nach seinem intelligenten Science-Fiction-Drama Eva, das vor einigen Jahren ebenfalls mit Fantasy Filmfest in der Fresh-Blood-Rubrik lief, wird es für den Regisseur Kike Maíllo in seiner zweiten Regiearbeit deutlich bodenständiger. Er nimmt sich eins der klassischsten Filmgenres überhaupt vor, den Gangsterfilm. Dabei huldigt er einerseits den klassischen Genre-Elementen, die wir aus dem US-Kino kennen, verankert seinen Film aber unverkennbar im andalusischen Setting. Die sonnigen Küsten werden in den Film integriert und bestimmen seine Atmosphäre ebenso sehr wie der strenge Katholizismus der Region, der sich im fast schon fanatisch religiösen Verhalten von Romero widerspiegelt. Das Radio informiert uns zudem ständig im Film über den Zuwachs von Tourismus in Andalusien, während die Zuschauer zugleich im Kontrast eine brutale Welt kennenlernen, die den Touristen verborgen bleibt.

Blut, Schmerz, Verrat, Schuld und Sühne sind die Hauptzutaten dieses rasanten Films. Casar ist sympathisch als Protagonist, auch wenn es schwer fällt, zu glauben, dass er für seinen Bruder, der ihm bislang nichts als Ärger einbrachte, immer wieder den Kopf hinhält. López macht es niemandem leicht, mit ihm mitzufühlen, doch zum Glück sind ambivalente Charaktere die Spezialität von Luis Tosar, der trotz der zahlreichen Verfehlungen seiner Figur, seiner Liebe zu seiner Tochter spürbar werden lässt. Die Darbietung des spanischen Schauspielveterans José Sacristán als Gangsterboss alter Schule mit einer perfiden Mordwaffe und einem kranken Fetisch für Augäpfel ist ebenfalls großartig. Man zweifelt keine Sekunde daran, welch große Gefahr von diesem alten Mann ausgeht, dem die vielen Jahre in seinem grausamen Geschäft ins Gesicht geschrieben stehen. Durch ihn punktet der Film auch mit einigen wirklich unerwartet fiesen Einlagen.

Toro ist ein klarer Männerfilm, in dem alle Frauenfiguren zu kurz kommen, was insbesondere im Falle von Jonsson, die letztes Jahr im FFF-Beitrag Sweet Home die Hauptrolle spielte, schade ist. Doch es ist nicht das, was Toro davon abhält, ganz großes Gangsterkino zu sein, sondern die zunehmende Unglaubwürdigkeit diverser Szenarien, wenn Toro beispielsweise mit Romeros Security aufräumt als würde Jason Statham gegen eine Grundschulklasse antreten. Auch das große Finale ist einfach zu „sauber“ konstruiert, um sich noch irgendwie organisch anzufühlen. Wer sich einfach von einem grundsoliden, actionreichen und optisch sehr stylischen Gangsterfilm unterhalten lassen möchte, wird bei Toro auf seine Kosten kommen. 3,5/5

 

Havenhurst

Fantasy Filmfest 2016 Tag 7 HavenhurstImmer wieder wiederholen sich Gesichter bei diesem Fantasy Filmfest. Daniel Radcliffe gab erst in Swiss Army Man eine furzende Leiche zum Besten und war später als Undercover-Agent in Imperium zu sehen, Natasha Lyonne ließ sich in Kevin Smiths Yoga Hosers blicken und durchlebte in Antibirth die Schwangerschaft des Grauens, Luis Tosar veredelte mit To Steal from a Thief und Toro zwei Gangsterfilme und in Havenhurst gab es nach Trash Fire auch ein Widersehen mit der stets wunderbaren Fionnula Flanagan. Mit perfekt akzentuiertem Englisch erklärt sie als Eleanor der ehemaligen Alkoholikerin Jackie (Julie Benz) die Regeln des riesigen, titelgebenden New Yorker Wohnkomplex, in den sie als Vermieterin Menschen mit schwieriger Vergangenheit einziehen lässt. Eigentlich gibt es nur eine Regel: man soll auf dem rechten Pfad bleiben und den Lastern, denen man abgeschworen hat, nicht wieder verfallen. Auf einen Regelverstoß erfolgt die sofortige Kündigung undnd diese möchte in Havenhurst wirklich niemand erhalten.

Nach der giftigen Oma in Trash Fire ist Flanagan als kaltblütige Vermieterin wieder einmal ein wahrer Genuss, jedoch eindeutig nicht genug, um diesen Film irgendjemandem zu empfehlen. Hier wird jedes erdenkliche Horrorfilm-Klischee völlig ironiefrei sklavisch abgearbeitet. Züchtige Duschszenen, in denen der nackte Rücken der Hauptdarstellerin präsentiert wird, bis sie dann in ein Badetuch umhüllt einem seltsamen Geräusch nachgeht? Check. Der einzige Charakter mit einer Sexszene wird kurz darauf mit dem Tod bestraft? Check. Die Hauptfigur verarbeitet ein vergangenes Trauma? Check. Ein finster dreinblickender Hausmeister? Check. Ein Albino-Bösewicht, der so aussieht, als wäre er lieber im Cast von Mad Max und der langsamen Schrittes auf seine rennenden Opfer zugeht und sie dennoch immer einholt? Check, check, check! Sicherlich wird Havenhurst alleine durch die Namen Danielle Harris und Julie Benz viele Genrefans anlocken, doch davon ist wirklich abzuraten. Harris‘ Auftritt beschränkt sich, trotz prominenter Nennung im Vorspann und im Marketing, auf etwa eine Minute und wer Julie Benz wirklich mag, ist besser damit bedient, sich die ersten Staffeln von „Dexter“ noch einmal anzuschauen als diesen uninspirierten, dämlichen Grusler. Einige clevere Ideen beim Design der Räumlichkeiten und ein kleiner netter Twist am Ende entschädigen nicht dafür, dass Havenhurst, genau so wie die meisten seiner Darsteller, auf Autopilot läuft. 1,5/5

 

Desierto

Fantasy Filmfest 2016 Tag 7 DesiertoDesierto, der zweite Langfilm von Jonás Cuarón (Sohn des Oscarpreisträgers Alfonso Cuarón), ist der zweite Film des Festivals, in dem ein Irrer mit einem Scharfschützengewehr Jagd auf Menschen macht und es ist auch der zweite Film des Festivals, in dem es um illegale Einwanderer in die USA geht. Tatsächlich fühlt sich der Film wie eine Mischung aus einem Prequel zu Kidnap Capital und dem Mittelteil von Carnage Park an, jedoch ohne die überstilisierte Regie des letzteren und mit einem höheren Actionanteil als der erstere. Die Geschichte ist schnell erzählt. Nachdem ihr Laster plötzlich den Geist aufgibt, müssen 14 illegale Immigranten, darunter Gael García Bernal als Moises, der sich auf ein Wiedersehen mit seinem Sohn freut, den Rest der Strecke zu Fuß durch die karge Wüste zurücklegen. Auch ohne den durchgeknallten Jäger (Uncle?) Sam (Jeffrey Dean Morgan) wäre der Weg bei 48 Grad Hitze nicht ungefährlich. Doch Sam, für den Donald Trump vermutlich noch zu gemäßigt auftritt, wartet nicht, bis die Hitze die Einwanderer dahinrafft, sondern beschleunigt in der besten Sequenz des Films mit seinem Gewehr den Prozess, wenn er in einem Rutsch den Großteil der Truppe abknallt, ohne mit der Wimper zu zucken. Es sind heftige Szenen, die mit großer Intensität und Dringlichkeit inszeniert sind und deren Brillanz der Film danach nie wieder erreicht.

Bis auf die düstere Vision der Selbstjustiz von US-Bürgern an illegalen Einwanderern, bleibt Desierto unpolitisch und legt stattdessen den Schwerpunkt auf das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Morgans Jäger und den Überlebenden seines Erstangriffs, die er mit seinem treuen Hund verfolgt. Nach einem wirklich starken Einstieg verläuft der Rest des Films in gewohnten Bahnen. Sowohl Gael García Bernal als auch Jeffrey Dean Morgan holen schauspielerisch das Beste aus ihren eintönigen, unterentwickelten Charakteren heraus, während das Drehbuch die Geschichte auf ihre absolute Essenz reduziert, dabei aber besonders gegen Ende die wichtigste Zutat vergisst: Spannung. Auch die Glaubwürdigkeit leidet zunehmend, wenn Morgans Charakter beispielsweise mehr Whiskey (aber kein Wasser trotz Hitze!) in sich kippt als ein 16-Jähriger in einer All-You-Can-Drink-Bar und dabei immer noch so treffsicher ist wie Bradley Cooper in American Sniper. Der jüngere Cuarón hat auf jeden Fall das Eine oder Andere bei seinem Vater gelernt, was einprägsame Einstellungen oder die Nutzung des Settings als eigener Charakter angeht, doch hoffentlich setzt er diese Talente nächstes Mal bei einem besseren Drehbuch ein. 3/5

 

Scare Campaign

Fantasy Filmfest 2016 Tag 7 Scare CampaignEin Trend, das sich dieses Jahr bei den Filmen des Fantasy Filmfests abzeichnet, sind Filme, die sich für cleverer und unvorhersehbarer halten, als sie es wirklich sind. Nach The Ones Below und Happy Birthday fällt auch der ansonsten sehr unterhaltsame Scare Campaign dieser Annahme zum Opfer. Die 76-minütige, reichlich blutige Abrechnung mit der Sensationslust der Zuschauer (und infolge auch der Produzenten) des modernen Reality-TV zaubert viele Twists aus dem Ärmel, einer leider vorhersehbarer als der andere. Im Gegensatz zu den beiden eingangs genannten Beispielen verschwendet Scare Campaign nicht viel Zeit damit, sich an den eigenen Twists zu erfreuen, sondern macht nach jeder Wendung flott weiter und das wirkt sich sehr zum Vorteil des Films aus. Dieser handelt von der titelgebenden Serie, im Prinzip eine Erschreck-Version von „Punk’d“, bei der ahnungslose Opfer in gruselige Situationen gebracht werden, in denen ihnen ordentlich Angst eingejagt wird. Doch trotz elaborierter Ideen ist die Serie mittlerweile alter Hut und bekommt im Internet Konkurrenz von den skrupellosen „Masked Freaks“, die mit Snuff-Videos Aufmerksamkeit erlangen. Die Macher von „Scare Campaign“ bekommen eine letzte Chance, den ultimativen Gruselstreich abzuziehen.

Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, denn falls jemand die Twists des Films nicht schnell erahnt, dem soll der Spaß nicht verdorben werden. Es reicht zu sagen, dass der neuste Film des 100-Blooody-Acres-Regieduos Cameron und Colin Cairnes trotz seiner Vorhersehbarkeit ungemein viel Spaß macht. Sehr flott inszeniert, mal lustig, mal überraschend hart und splattrig und gelegentlich sogar unheimlich, ist Scare Campaign maßgeschneidert für Genrefans und versteckt auch nicht die Liebe der Macher für das Genre. Wenn er doch nur etwas weniger bemüht wäre und sein Finale nach einem weiteren Twist nicht so schnell runtergespult hätte, wäre Scare Campaign der klare Anwärter auf einen der besten dieses FFF-Jahrgangs. Auch so bleibt er, vor allem für Horror-Aficionados, sehenswert. 3,5/5

 

Don’t Grow Up

Fantasy Filmfest 2016 Tag 7 Don't Grow UpDer erste englischsprachige Film des Goal-of-the-Dead-Co-Regisseurs Thierry Poiraud handelt von sechs Jugendlichen, die auf einer fiktiven britischen Northlands-Insel (deren Topografie so gar nicht nach Großbritannien anmutet) in einem Heim leben und eines Tages feststellen, dass alle Erwachsenen aus dem Heim verschwunden sind. Nachdem sie zunächst einmal ausgelassen feiern, sich besaufen, ihre Akten durchlesen und allerlei Unfug anstellen, schlägt die Stimmung schlagartig um, als sie herausfinden, dass sich alle Erwachsenen auf der Insel in blutrünstige Mörder verwandelt haben. Es beginnt der nackte Kampf ums Überleben, wobei der Wahnsinn jederzeit auch jemanden aus der Gruppe befallen kann, stehen sie doch alle auf der Schwelle zum Erwachsensein. Doch was bedeutet es eigentlich, erwachsen zu sein?

Das ist die zentrale Frage des Films, der zu gleichen Teilen ein Coming-of-Age-Drama, eine Teenie-Romanze und eine Mischung aus Romeros The Crazies und einer umgedrehten Version von The Children darstellt, in der anstelle der Kinder die Erwachsenen durchdrehen. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht, sie bleibt der Interpretation überlassen. Der Film ist eine Allegorie auf die Ängste und Unsicherheiten, die mit mit dem Übergang vom Kind zum Erwachsenen verbunden sind, bleibt in dieser Hinsicht aber recht oberflächlich. Don’t Grow Up möchte Vieles sein, schafft es jedoch durch seine knappe Laufzeit von etwa 80 Minuten zwar mehrere Themen anzuschneiden, setzt sich aber mit keinem länger auseinander. Die jungen Schauspieler machen ihre Sache gut, allen voran Fegrus Riordan als grüblerisches Bastian und Madeleine Kelly als die für ihn schwärmende Pearl. Die beiden haben eine gute Chemie miteinander, doch wenn der Film in der zweiten Hälfte sein Horrorszenario beiseite schiebt und sich stattdessen auf die Beziehung der beiden fokussiert, kommt er zum erzählerischen Stillstand. Die Szenen mit den durchgeknallten Erwachsenen sind intensiv und manchmal überraschend hart, jedoch leider rar gesät. Es ist lobenswert, dass der Film sich anfangs Zeit mit dem Aufbauen seiner Figuren nimmt, doch es wäre besser gewesen, wenn er die Spannung hoch gehalten hätte, nachdem er endlich in Fahrt kommt, anstatt sie immer wieder zu unterbrechen. Don’t Grow Up ist gut gemeint, aber leider unausgegoren. 2,5/5

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Mit mehr als der Hälfte der Filme hinter mir, gehe ich so langsam in die Zielgerade und nach zwei wirklich anstrengenden Tagen wird es zunächst einmal wieder etwas ruhiger. In der nächsten Ausgabe meines Fantasy Filmfest Tagebuchs, erwarten Euch Rezensionen zu zwei sehr unterschiedlichen Filmen – Night of the Living Deb, einer liebenswerten Romcom mit Zombies, und The Crew, einem actionreichen Heist-Thriller aus Frankreich, in dem uns unsere gallischen Nachbarn vermutlich wieder einmal vorführen, wozu das deutsche Kino scheinbar nicht in der Lage ist.

Bisherige Ausgaben:

Tag 1 (Swiss Army Man, Carnage Park)
Tag 2 (The Ones Below, Deep in the Wood, Abattoir, Yoga Hosers, Trash Fire)
Tag 3 (Psycho Raman, The Girl with all the Gifts)
Tag 4 (Antibirth, Here Alone, Imperium)
Tag 5 (Kidnap Capital, Happy Birthday, The Devil’s Candy, The Eyes of My Mother, Follow)