Doragon bôru Z: Kami to kami, JP 2013 • 105 Min (Extended Edition)  • Regie: Masahiro Hosoda • Drehbuch: Yûsuke Watanabe • Mit den deutschen Stimmen von: Tommy Morgenstern, Julien Haggége, Oliver Stritzel, Oliver Feld, Oliver Siebeck • Kamera: Benoît Debie • Musik: Johnny Jewel • FSK: ab 12 Jahren • Verleih: Universum Anime • Heimkinostart: 21.08.2015

Dragonball Z Kampf der Götter (2013) Filmbild Satte 291 Episoden, dreizehn Kinofilme und drei Specials der actionreichen Anime-Serie „Doragon Bōru Z“, wurden zwischen 1989 und 1996 produziert. Mehr als 120 Stunden Dauerprügeleien und, oftmals recht gewöhnungsbedürftiger, fernöstlicher Slapstick rund um Serienprotagonist Son-Goku und die Z-Krieger. Das hochkomplexe Charakteruniversum in wenigen Worten zusammenzufassen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn Ihr Fans seid, kennt Ihr euch eh aus. Wenn nicht, dann nur so viel: Die Handlung ist dem erfolgreichen – und mit 8000 Seiten enorm umfangreichen – Manga „Dragon Ball“, des japanischen Zeichners Akira Toriyama entliehen und erzählt die Abenteuer von Son-Goku und seinen Freunden. Diese befinden sich auf der Suche nach den sieben Dragon Balls und fechten einen andauernden Kampf gegen das Böse aus. Meist in brachialen Kämpfen gegen übermächtig erscheinende Dämonen, Außerirdische auf Eroberungskurs, Gegner aus der Zukunft und immer neue Krieger mit besonderen Fähigkeiten. Die teilweise hyperaktiv ablaufenden Keilereien finden auf der Erde, fremden Planeten und auch schon mal im Jenseits statt.

Die „Dragon Ball Z“-Zeit endete mit dem Sieg über den Dämonen Boo, dem bislang gefährlichsten Widersacher des stachelhaarigen Helden. Nach einer siebzehnjährigen (!) Pause – mittlerweile wurde das Epos in „Dragon Ball GT“, „Dragon Ball Kai“ und aktuell mit „Dragon Ball Super“ fortgeführt – ist jetzt mit „Dragonball Z – Kampf der Götter“ der vierzehnte Kinofilm auf DVD und Blu-Ray erschienen und sorgt für einige angenehme Überraschungen. Zuerst: Alle bekannten deutschen Synchronstimmen der Serie sind wieder an Bord. Tommy Morgenstern als Son-Goku, Oliver Siebeck (Vegeta), Ricardo Richter (Son-Goten) oder Oliver Feld (Zarbon) sorgen für einen Wohlfühl-Flashback in die die Zeit der RTL II-Ausstrahlungen. Für Puristen sind die japanische Tonspur und deutsche Untertitel natürlich auch auswählbar.

Dragonball Z Kampf der Götter (2013) Filmbild 2Zur Story: Die Z-Krieger bekommen es natürlich wieder mit einem omnipotenten Gegner zu tun. Diesmal ist es Beerus, der Gott der Zerstörung, der aus seinem Schlaf erwacht und auf der Suche nach dem ultimativen Gegner gleich mal auf Konfrontationskurs mit Son-Goku und Co geht. Der erste Kampf endet dann auch in einer krachenden Niederlage des sympathischen, wenn auch leicht überheblichen, Helden. Fortan gilt es nun, Mittel und Wege zu finden, das Universum vor der Zerstörung zu bewahren. Die 100 Minuten Laufzeit gestalten sich überraschenderweise nicht nur als aufwändig animiertes Schaulaufen von rasant choreografieren Kampfsequenzen. Diese fallen zwar, besonders in der knackscharfen 1080p-Auflösung der Blu-Ray, besonders imposant aus, sind aber nicht der alleinige Dreh- und Angelpunkt der Anime-Scheibe. Der Fokus liegt auf der Charakterentwicklung und interessanten Figuren wie Prinz Vegeta oder dem durchaus clever konzipierten Antagonisten Beerus und seinem Sidekick Whis, denen genügend Zeit zugebilligt wird, sich etablieren zu können. Entschärft wird die eigentlich recht düstere Geschichte – immerhin geht es um das Überleben von Milliarden Menschen – durch den Einsatz des serientypischen Anime-Humors. Ob jetzt verzerrte Gesichter, schwingende Arme oder allein die Aussage, dass die Vernichtung der Erde beschlossen wird, weil nicht genug Pudding für den Gott da ist, für Lachanfälle reichen, muss dann jeder für sich entscheiden.

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