Die Söhne des Generals Yang (2013)

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Die Söhne des Generals Yang (2013) Filmkritik
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Yang jia jiang, HK/CN 2013 • 102 Min • Regie: Ronny Yu • Drehbuch: Ronny Yu, Edmond Wong • Mit: Adam Cheng, Ekin Cheng, Ady An, Vic Chow, Xin Bo Fu • Kamera: Chi Ying Chan • Musik: Kenji Kawai • FSK: ab 16 Jahren • Verleih: Universal Pictures Germany GmbH • Heimkino-Start: 4.03.2014

Der asiatische Kultregisseur Ronny Yu („Chucky und seine Braut“, „Freddy vs. Jason“, „Fearless“) ist zurück. Doch diesmal nicht mit einem Horror- oder Actionfilm, sondern mit einem reinrassigen Kriegs-Epos. Für „Die Söhne des Generals Yang“, wie der Film in Deutschland betitelt wurde, zog es Yu zurück in die Heimat. Hierzulande erscheint der Film direkt auf DVD und Bluray.

Im Nordosten Chinas, zur Zeit der Song-Dynastie, kämpfen verschiedene Familien gegeneinander. In einer dieser Schlachten wird General Yang belagert und verfehlt seine Flucht. So machen sich seine sechs Söhne auf, ihren Vater zu retten. Dabei laufen sie in eine tödliche Falle.

Die Söhne des Generals Yang (2013) Filmbild 1Ronny Yu dürfte spätestens nach seinen letzten Ausflügen in drei der bekanntesten Horrorserien vielen westlichen Filmfans ein Begriff sein. Dass er ursprünglich viel im asiatischen Kino tätig war, allerdings weniger. Mit „Die Söhne des Generals Yang“ kehrt er zu seinen Wurzeln zurück, muss aber diesbezüglich hierzulande das Kino meiden – denn dorthin schaffte es das Kriegs-Epos nicht. Zu Unrecht, denn optisch zeigt sich der Film erstaunlich opulent. Riesige Menschen- und Soldatenmassen, Schlachten wie man sie aus „Der Herr der Ringe“ oder anderen ähnlichen Vertretern kennt und eine durchweg hochwertige Inszenierung sind vorhanden. Auch die wenigen CGI-Effekte können sich sehen lassen und deren Interaktion mit den menschlichen Darstellern funktioniert außerordentlich gut.

Die Darsteller, die hierzulande wenigen ein Begriff sein werden, sind ebenfalls durchweg glaubhaft. Das in Asien oft vorherrschende Overacting ist nur ganz minimal in wenigen Szenen zu bemerken und schadet dem sonst sehr westlich wirkenden Film kaum. Auch die musikalische Untermalung ist sehr hochwertig und passt außerordentlich gut zu den verschiedenartigen Szenen.

Doch warum schaffte der Film in Deutschland nicht den Sprung auf die Leinwand? Eine Erklärung könnten die Handlung und das Erzähltempo sein, hier zeigen sich einige Schwächen des Films sehr deutlich. Zwischen den opulenten Schlachten, werden zwar schön inszenierte Dialoge und Zwischensequenzen präsentiert, inhaltlich sind sie jedoch sehr dürftig. Die Dialoge sind oft wenig originell und eine Charakterisierung der Figuren findet nur spärlich statt. Dieses langsame Erzähltempo lässt den Film an einigen Stellen recht zäh wirken, obwohl eine Laufzeit von ca. 100 Minuten für ein solches Epos doch fast schon wieder überraschend „kurz“ ist.

Dennoch, wer auf schön inszenierte Schlachten und Schwertkämpfe steht, wird hier vollends bedient. Ronny Yu versteht es den Krieg ästhetisch und übersichtlich zu inszenieren – ein Kunstwerk, das nicht viele Regisseure beherrschen.

Fazit

Schlachten, Krieger und Hinterhalte – in „Die Söhne des Generals Yang“ geht es deftig zur Sache. Wer Schwächen in der Charakterisierung und einige Handlungslängen verschmerzen kann, erhält hier brauchbare Unterhaltung für daheim.


Information zur Veröffentlichung

Die Söhne des Generals Yang (2013) BluRay CoverDie deutsche DVD und die BluRay von Universal Pictures Germany sind seit dem 3.04.2013 im Handel erhältlich. Der Film liegt ungekürzt in der deutschen und Mandarin-Spachfassung (Dolby Digital 5.1. auf der DVD und DTS 5.1 auf der BluRay) vor. Der Transfer auf der BluRay ist nahezu fehlerfrei und bietet ein kristallklares Bild und kräftige Farben. Auch am Ton gibt es wenig zu bemängeln. Extras findet man auf der Disc leider nicht.

 

 

BluRay-Cover © 2014 Universal Pictures Germany GmbH


Trailer

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