Box-Office Welt: Mockingjay Teil 2 startet schwächer als Teil 1

0
Box Office Welt Mockingjay Teil 2

Quelle: Screendaily

Wie schon in den USA blieb auch international Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 trotz eines guten Starts eindeutig hinter den Erwartungen zurück. Obwohl der finale Teil der Panem-Reihe in vielen Ländern in 3D veröffentlicht wurde (was zu höheren Eintrittspreisen und damit einhergehend höheren Einnahmen führt) und diesmal auch zeitgleich zum US-Start auch in China angelaufen ist, nahm das Sequel außerhalb von USA und Kanada trotzdem weniger zum Start ein als sein Vorgänger. Vergangenes Wochenende spielte der Streifen international $144,5 Mio von 87 Ländern ein. In 81 davon eroberte der Film zum Start die Chartspitze. Der Vorgänger startete mit $152 Mio (von weniger Ländern) allerdings noch besser.

Das beste Ergebnis erzielte der Film in Großbritannien, wo er mit $17,1 Mio Spectre nach drei Wochen vom ersten Platz der Kinochats verstoßen hat. Allerdings lag der Start 14% unter Mockingjay Teil 1 und Catching Fire. In China spielte der Film $15,9 Mio zum Start ein und triumphierte ebenfalls auf Platz 1 der Charts. In Deutschland spielte der Streifen $13,4 Mio am ersten Wochenende ein, 7% mehr als sein direkter Vorgänger. In Frankreich startete Mockingjay 2 mit nur $8,4 Mio – 19% unter Mockingjay Teil 1 und 31% unter Catching Fire. In Australien war es, wie in den USA, der bislang schwächste Start der Panem-Reihe. Am ersten Wochenende spielte der Film dort $7,1 Mio ein, 25% weniger als The Hunger Games, 31% weniger als Mockingjay Teil 1 und 39% weniger als Catching Fire.

In den meisten Ländern kann man also einen deutlichen Abwärtstrend feststellen. Mockingjay Teil 2 hat nun noch Spanien, Griechenland und Indien vor sich. Es ist unwahrscheinlich, dass der Film die $418 Mio, die sein Vorgänger international eingenommen hat, einholen kann, geschweige denn $440 Mio von Catching Fire. Mit etwas Glück wird er bei etwa $400 Mio international landen und $700 Mio weltweit nur knapp verfehlen. Es ist tatsächlich gut möglich, dass der Streifen weltweit zum umsatzschwächsten Film der Panem-Reihe werden wird, auch wenn die Zahlen natürlich trotzdem sehr gut sind.

Deutlich abgeschlagen landete Spectre auch Platz 2 der internationalen Kinocharts mit $59,8 Mio von 92 Ländern. Insgesamt hat das 24. James-Bond-Abenteuer außerhalb von Nordamerika $523,2 Mio eingenommen und befindet sich jetzt schon auf Platz 5 der international erfolgreichsten Filme des Jahres. Weltweit (also einschließlich USA und Kanada) hat Spectre bereits $677 Mio eingenommen. Das beste Ergebnis lieferte am Wochenende China, wo der Film mit $12,2 Mio sein vorläufiges Einspiel auf $77,5 Mio brachte. An der $100-Mio-Marke wird Spectre in China vermutlich trotzdem scheitern. In Indien startete Spectre mit $4,8 Mio und erreichte so den besten Start in der Geschichte der James-Bond-Reihe. Aus Großbritannien kamen weitere $5,8 Mio. Insgesamt hat das neue 007-Abenteuer $128,1 Mio in seiner Heimat eingespielt, ist aber nun um 3% hinter Skyfall (im selben Zeitraum) zurückgefallen. Nichtsdestotrotz ist Spectre nicht nur der mit Abstand erfolgreichste Film des Jahres in Großbritannien und der erfolgreichste seit Skyfall, sondern belegt bereits den vierten Platz der umsatzstärksten Filme aller Zeiten in dem Land. Lediglich Skyfall, Avatar und Mamma Mia! haben dort noch mehr eingespielt und das Musical wird Spectre bald auch übertreffen. In Deutschland spielte Spectre $8 Mio an seinem dritten Wochenende ein und erreichte $50,7 Mio nach 18 Tagen. An seinem zweiten Wochenende in Frankreich nahm Spectre $6,4 Mio ein und steht jetzt bei $23,1 Mio – 25% hinter Skyfall im selben Zeitraum. Einen ganz großen Erfolg genießt Spectre weiterhin in den Niederlanden, wo der Film Mockingjay Teil 2 abwehrte und sich auf Platz 1 der Charts hielt. Nach drei Wochen spielte Spectre bereits $14 Mio ein. Das reicht zwar bereits zum zweiterfolgreichsten Film des Jahres in den Niederlanden, liegt aber dennoch 11% hinter Skyfall.

Wie auch bei Mockingjay Teil 2 lassen sich in den meisten Ländern Rückgänge der Einnahmen gegenüber dem Vorgänger beobachten, auch wenn diese meist recht klein sind. Demnächst steht nur noch Japan an, wo Skyfall $32,5 Mio einspielte. Es sieht nach einem internationalen Einspiel von $700-750 Mio aus. Skyfall konnte 2012 $804 Mio außerhalb von USA/Kanada erreichen. Offenbar wird Spectre weltweit eine Milliarde doch knapp verfehlen.

Das Action-Reboot The Transporter Refueled tauchte aus der Versenkung wieder auf und spielte in China $11 Mio zum Start ein. Sein bislang erfolgreichster Markt war Frankreich mit $4,2 Mio, doch es sieht ganz danach aus, als würde letztendlich knapp die Hälfte des internationalen Einspiels des Films aus China kommen. Bislang nahm der Streifen $42 Mio international und etwa $58 Mio weltweit ein.

Hotel Transsilvanien 2 beeindruckt weiterhin und spielte letztes Wochenende $6,1 Mio in 74 Ländern ein. Damit erhöhte der Streifen sein internationales Einspiel auf $263,9 Mio, von denen $29,2 Mio aus Großbritannien, $23,9 Mio aus Mexiko und $20,9 Mio aus Venezuela stammen. In fast allen Ländern hat das Sequel den ersten Film, der international $210 Mio eingenommen hatte, deutlich übertroffen. Noch stehen Hotel Transsilvanien 2 Australien, Japan, Portugal, Neuseeland und Südkorea bevor. Der erste Film konnte von diesen fünf Ländern etwa $22 Mio einspielen, doch der Fortsetzung wird vermutlich mehr vergönnt sein. Ich gehe von einem international Gesamteinspiel oberhalb von $300 Mio aus und weltweit wird Hotel Transsilvanien 2 nur knapp die $500-Mio-Marke verfehlen.

Ridley Scotts Der Marsianer nahm weitere $2,5 Mio ein und erreichte international $274,4 Mio, noch bevor der Film in China, Japan und Venezuela angekommen ist. Hier winken höchstwahrscheinlich mehr als $400 Mio international. Die bisherigen Highlights seiner Performance außerhalb der USA sind Großbritannien mit $35,4 Mio und Südkorea mit $34,2 Mio, doch China wird beide sicherlich in den Schatten stellen.

Die Nancy-Meyers-Komödie Man lernt nie aus hat ihr internationales Einspiel auf $115,2 Mio erhöht, wobei $24,5 Mio davon aus Südkorea und $12,7 Mio aus Japan stammen. Damit hat er Meyers' letzten Film, Wenn Liebe so einfach wäre, hinter sich gelassen.