Box-Office Welt – The Amazing Spider-Man 2 erreicht $400 Mio

0
Finaler The Amazing Spider-Man 2 Trailer

Quellen: Screendaily, Rentrak

Zum dritten (und angesichts von Godzillas Start dieses Wochenende auch letzten) Mal belegte The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro souverän Platz 1 der internationalen Kinocharts. Weitere $69,5 Mio von 91 Märkten brachten das internationale Einspiel des Films oberhalb von $400 Mio, auf $403 Mio. Weltweit hat der Film derweil mehr als $550 Mio eingenommen und befindet sich damit bereits auf Rang 2 der erfolgreichsten Filme von 2014. Das Comic-Sequel hat jetzt schon mehr als 80% des internationalen Gesamteinspiels seines Vorgängers verbucht und wird dessen $490,2 Mio mit absoluter Sicherheit übertreffen. Zu verdanken hat der Film die Steigerung v. a. China, denn in diversen anderen Ländern wird der Film die Zahlen von Teil 1 nur knapp übertreffen bzw. gar nicht erreichen. In China erreichte der Film aber an seinem ersten kompletten Wochenende $25,1 Mio und steht mittlerweile bei $56,4 Mio nach lediglich acht Tagen. Das ist mehr als das Gesamteinspiel von Teil 1 in China! Allerdings musste der erste Film in China auch am gleichen Wochenende starten wie The Dark Knight Rises. Die Zahlen von Captain America 2 ($116 Mio) wird der neue Spider-Man in China wohl nicht erreichen, doch ich halte $100 Mio für möglich.

Auch in Großbritannien schreibt The Amazing Spider-Man 2 starke Zahlen und belegte in seiner vierten Woche mit $2,2 Mio Platz 2 der Charts, nachdem Bad Neighbors ihn von der Spitze verdrängte. Mit $37,4 Mio liegt das Sequel gleichauf mit seinem Vorgänger im selben Zeitraum. Trotz eines schwächeren Starts, holte The Amazing Spider-Man 2 dank besserer Rückgänge von Woche zu Woche Teil 1 ein und wird auch dessen Gesamteinspiel von $40,3 Mio in Großbritannien übertreffen. In Südkorea hat The Amazing Spider-Man 2 mit $32,1 Mio bereits das Gesamteinspiel von The Return of the First Avenger hinter sich gelassen, liegt aber dennoch 3% hinter seinem Vorgänger in der gleichen Zeit. Ziemlich enttäuschend läuft es für den Film dafür in Japan, wo er nach drei Wochen $22,3 Mio erwirtschaftet hat. Das ist zwar an sich eine gute Zahl, liegt aber 19% hinter dem Vorgänger im selben Zeitraum und auch der war schon nach Franchise-Standards eine Enttäuschung in Japan. In Frankreich spielte der Film nach zwei Wochen $18,4 Mio ein – 29% mehr als Teil 1 im gleichen Zeitraum. Eine leichte Verbesserung zeigte sich auch in Brasilien, wo der Film nach zwei Wochen bei $17,7 Mio steht – 3% vor seinem Vorgänger. In Deutschland ist der Film hingegen mit $15 Mio um 10% hinter Teil 1 zurückgefallen. In Italien liegt der Film mit $11,9 Mio 6% vor dem ersten Film in der selben Zeit und ist jetzt schon der zweiterfolgreichste Hollywood-Film des Jahres in dem Markt, nach The Wolf of Wall Street. Zu guter Letzt vermeldet der Film $26,7 Mio aus Mexiko, was nahezu gleichauf mit dem ersten Film in der gleichen Zeit liegt. Da Godzilla und der neue X-Men The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro in der Übersee bald einbrechen lassen werden, erwarte ich nicht sehr viel mehr als $500 Mio, doch $520-540 Mio sollten möglich sein.

Der zweite Platz ging am Wochenende an die Komödie Bad Neighbors, die für eine US-Komödie überraschend starke Zahlen außerhalb von Nordamerika schrieb. Nicht selten ist es so, dass große Comedy-Erfolge aus den USA im Ausland bestenfalls mittelmäßige Zahlen erreichen (siehe Die Hochzeits-Crasher), doch Bad Neighbors legte mit $34,4 Mio von 29 Ländern zum Start wirklich gut vor. Ein großer Batzen davon stammt aus Großbritannien. Dort gelang ihm mit $14,2 Mio das beste Startwochenende des Jahres! Der Start liegt nahezu gleichauf mit dem von Ted vor zwei Jahren. Ted spielte seinerzeit insgesamt fast $49 Mio in Großbritannien ein und Bad Neighbors sollte zumindest $40 Mio für sich verbuchen. Auch in Deutschland startete der Film mit $5,5 Mio oberhalb der Erwartungen. In Australien startete die Komödie ebenfalls auf Platz 1 mit $6,9 Mio (einschließlich der Previews von der Vorwoche). Das sind die einzigen großen Märkte, in denen der Film letztes Wochenende angelaufen ist. Damit liegen u. a. noch Brasilien, Russland, Frankreich, Italien, Spanien, Mexiko und viele andere Länder noch bevor. Ich denke ein Gesamteinspiel von $200 Mio außerhalb von Nordamerika ist nicht außer Frage. Das ist mehr als Seth-Rogen-Komödien wie Beim ersten Mal, Das ist das Ende, Ananas Express und Superbad zusammengerechnet außerhalb von USA/Kanada eingespielt haben.

Sehr gut schlug sich auch wieder Rio 2: Dschungelfieber. Die Animations-Fortsetzung ergatterte weitere $14,1 Mio von 70 Märkten und brachte das vorläufige internationale Gesamteinspiel des Films auf tolle $312 Mio. Mittlerweile hat der Streifen schon mehr als 90% des finalen internationalen Einspiels des ersten Teils eingenommen und hat immer noch Australien vor sich, wo ihm mindestens weitere $15 Mio winken. In China, wo der Film sich dem Ende seiner Laufzeit nähert, hat das Sequel knapp $39 Mio eingenommen. In Russland sind es bisher knapp $27 Mio. Frankreich und Großbritannien haben nach fünf Wochen jeweils $22,2 Mio beigesteuert. Aus Brasilien stammen $27,5 Mio, was aber trotzdem deutlich unter dem Einspiel des Originals liegt. In Mexiko hat Rio 2 $29,4 Mio nach fünf Wochen eingespielt und belegt weiterhin Platz 1 der Jahres-Charts. Rio 2 wird auf jeden Fall international die $350-Mio-Marke überqueren und am Ende wahrscheinlich bei $360 Mio landen.

Die Schadenfreundinnen spielte letztes Wochenende $13,1 Mio von 60 Ländern ein und brachte das internationale Einspiel der Komödie auf $66,5 Mio. Der Film startete in den meisten südamerikanischen Ländern, doch die Highlights waren am Wochenende Deutschland mit $2,1 Mio, Großbritannien mit $1,6 Mo und Australien mit $1,5 Mio. In Australien ist der Film besonders erfolgreich und hat nach vier Wochen schon $16 Mio eingespielt – mehr als Noah, American Hustle, Wolverine oder 21 Jump Street. In Großbritannien sind es $12 Mio nach drei Wochen, was den Film ebenfalls oberhalb von Erfolgen wie Divergent – Die Bestimmung und Taffe Mädels bringt. Mit Spanien, Italien und Frankreich in petto, wird Die Schadenfreundinnen mindestens $115 Mio außerhalb von Nordamerika einspielen.

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren ließ sich in Japan nicht von der Konkurrenz beirren und hielt sich auch am 9. Wochenende in Folge mit $7,3 Mio auf Platz 1 der dortigen Kinocharts. Insgesamt spielte der Film bis dato in Japan $167 Mio ein. Das ist mehr als das Gesamteinspiel von Hayao Miyazakis Ponyo und liegt weniger als $20 Mio vom Endergebnis von Avatar entfernt. Noch vor Ende des Monats könnte Die Eiskönigin in Japan die $200-Mio-Marke knacken und zum dritterfolgreichsten Film aller Zeiten werden. Auch die $212 Mio von Titanic wird er auf lange Sicht übertreffen. Bleibt nur noch die Frage, ob Die Eiskönigin die $244 Mio von Chihiros Reise ins Zauberland erreichen und zum erfolgreichsten Film aller Zeiten in Japan werden kann. Ausgeschlossen ist es nicht, wenn man das Durchhaltevermögen des Films in den japanischen Kinos bedenkt. International hat der Animationsfilm $790 Mio eingespielt und liegt weltweit mehr etwa $1,19 Mrd. Schon bald wird er Iron Man 3 überholen und zum weltweit umsatzstärksten Film von 2013 werden sowie zum fünfterfolgreichsten Film aller Zeiten. Ich schätze, dass ein finales internationales Ergebnis von $850 Mio (und $1,25 Mrd weltweit) möglich ist.

Noah spielte zusätzliche $3,3 Mio ein und steht jetzt bei $239 Mio außerhalb von USA und Kanada. In China darf der Film nicht starten, weshalb seine internationale Performance bald mit dem Filmstart in Japan ihr Ende finden wird. Er wird mit etwa $250 Mio außerhalb von USA und Kanada die Kinos verlassen.

Grand Budapest Hotel kriecht weiterhin in Richtung von $100 Mio und spielte letztes Wochenende $2,4 Mio ein. Mittlerweile hat der Ensemble-Film von Wes Anderson $93,9 Mio eingenommen und könnte noch vor Monatsende $100 Mio knacken.

Der Liam-Neeson-Actionstreifen Non-Stop hat sein internationales Einspiel auf $107 Mio gebracht. In Mexiko steig der Film in der zweiten Woche auf Platz 1 der Kinocharts auf und spielte dort bis dato $5,2 Mio ein.