Box-Office Welt – Die Croods ist #1, Django knackt $250 Mio

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Box-Office Welt - 22.-24.03.2013 Zusammenfassung und Analyse

Quellen: The Hollywood Reporter, Rentrak

Nicht nur in den USA und in Deutschland konnte Die Croods die Spitze der Charts erklimmen. Auch im Rest der Welt war der Animationsfilm von DreamWorks der erfolgreichste Film letztes Wochenende. Mit $63,3 Mio von 47 Märkten verpasste Die Croods nur denkbar knapp den besten internationalen Start des Jahres (der weiterhin Die fantastische Welt von Oz gehört). In den meisten Märkten schnitt das Animationsabenteuer aber besser ab als Oz. Mit Ostern und sehr positiver Resonanz beim Publikum wird der Film sich einer sehr gesunden Laufzeit erfreuen. Bei weitem am stärksten startete der Film in Russland, wo er samt Previews mit $12,9 Mio den Spitzenplatz im Sturm eroberte. Das ist mehr als das Doppelte von dem, was Merida – Legende der Highlands und Ralph reicht’s jeweils letztes Jahr zum Start einnahmen. Mit einem solchen Start sind dem Film mindestens $25-30 Mio im kurzlebigen Markt sicher. Das wäre genug, um den Film in Russland zum erfolgreichsten Original-Animationsfilm aller Zeiten zu machen (also kein Sequel). Beeindruckend ist auch der 3D-Anteil am Einspiel – 74% kamen von den 3D-Vorstellungen, im Gegensatz zu 38% in Nordamerika. Noch höher fiel der 3D-Anteil nur in einem einzigen Land aus – in Deutschland. Hier stammten etwa 78% des Einspiels am Wochenende vom 3D-Format. Insgesamt nahm der Film in Deutschland $4,2 Mio bis Sonntag ein. Der zweitstärkste Start außerhalb von USA/Kanada gelang Die Croods in Mexiko mit $8,5 Mio einschließlich Previews. Hier lag der 3D-Anteil mit 40% relativ niedrig. Auch in Großbritannien (8,1 Mio), Brasilien ($3,9 Mio) und Spanien ($3,3 Mio) lief der Film gut an, wobei insbesondere in Spanien der 3D-Anteil mit 20% äußerst gering ausfiel. In allen diesen Märkten schnitt Die Croods (zum Teil deutlich) besser als Drachenzähmen leicht gemacht ab, der am Ende seiner Laufzeit international $277 Mio eingenommen hat. Die Croods wird dieses Ergebnis mit Sicherheit toppen. Dieses Wochenende startet der Film in 19 weiteren Märkten, darunter in Holland, Belgien und Australien. Danach stehen noch Frankreich, Japan, Südkorea und China sowie eine Handvoll kleinerer Länder an.  Die Croods sollte international locker mehr als $300 Mio einnehmen und weltweit vielelicht sogar eine halbe Milliarde knacken. Damit wäre es der erste Animationsfilm von DreamWorks außerhab der Shrek-, Madagascar– und Kung Fu Panda-Franchises, dem das gelingen würde.

Die fantastische Welt von Oz gab sich am Wochenende mit Platz 2 zufrieden und spielte $21,7 Mioi in 55 Märkten ein. Nach drei Wochen im internationalen Verleih brachte der Fantasyfilm sein Gesamteinspiel auf $178,8 Mio. Das beste Ergebnis kam aus Frankreich, wo der Film nach $2,8 Mio am zweiten Wochenende sein Enspiel auf fast $10 Mio brachte. China ist der letzte große Markt, in dem der Film von Sam Raimi noch nicht gestartet ist. Doch auch mit China wird Oz nicht über die üblichen $220-270 Mio international hinauskommen, die ein Durchschnittsblockbuster heutzutage international einnimmt (wie Zorn der Titanen oder Battleship).

Jack and the Giants hatte das bislang beste Wochenende im Übersee gehabt, da er diverse neue Märkte ereicht hat. Der Fantasyfilm von Bryan Singer spielte $19,3 Mio ein und brachte sein internationales Einspiel auf $60,5 Mio. Ganze $6,8 Mio kamen am Wochenende aus Russland, wo der Film Platz 2 hinter Die Croods belegte. In Japan hingegen enttäuschte Jack mit nur $1,3 Mio. Auch wenn dem Film von Italien, Brasilien, Schweden und einige kleinere Länder bevorstehen, so wird das nichts daran ändern, dass der Film nicht einmal außerhalb von Nordamerika sein Gesicht retten konnte und nun noch mehr als eine Riesenenttäuschung dasteht. Konnte John Carter letztes Jahr immerhin $209 Mio international einspielen, wird Jack and the Giants bestenfalls etwa $125 Mio einnehmen und weltweit wahrscheinlich nicht einmal $200 Mio knacken.

Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben erreichte letztes Wochenende seinen letzten großen Markt, Australien. Dort lief der Film mit $4,1 Mio etwa 26% besser an als sein Vorgänger Stirb langsam 4.0. Insgesamt hat Stirb langsam 5 am Wochenende $10,5 Mio eingenommen. In China hat er weitere $4,6 Mio eingespielt. Mit $26 Mio ist China somit der ertragreichste Markt für den Film. Knapp dahinter liegt Japan mit $21,4 Mio. Insgesamt hat der Actionfilm bis dato $220,2 Mio eingespielt. Es fehlen noch knapp $30 Mio bis zum internationalen Einspiel seines Vorgängers, welches er wohl knapp verfehlen wird. Dennoch sind ihm nun mehr als $300 Mio weltweit sicher und einer Fortsetzung steht nichts im Wege.

Ralph reicht’s lief mit $3,6 Mio äußerst erfolgreich in Japan an und brachte sein internationales Gesamteinspiel auf tolle $257,1 Mio. Für einen Animationsfilm, der weder der Pixar-Schmiede entstammt noch Teil eines etablierten Franchises wie Ice Age oder Madagascar ist, ist es ein hervorragendes Ergebnis. Samt seines nordamerikanischen Einspiels steht Ralph reicht’s weltweit bei knapp $445 Mio und wird kommendes Wochenende $450 Mio erreichen. Auch Django Unchained packte nach einem $3,2 Mio-Wochenende die $250 Mio-Marke.

Hänsel & Gretel: Hexenjäger nahm am Wochenende außerhalb von Nordamerika zusätzliche $3,5 Mio ein und steht nun bei $156,8 Mio. Mit Japan, China und Italien noch vor sich, könnte er möglicherweise $200 Mio international erreichen.

Silver Linings nahm am Wochenende weitere $2,8 Mio ein. Insgesamt hat die oscarprämierte Dramödie außerhalb von USA und Kanada etwa $94 Mio eingespielt. Auch für Lincoln läuft es noch ordentlich. Der Historienfilm von Steven Spielberg erreichte $81 Mio international. Japan hat der Film noch vor sich und somit noch eine winzige Chance auf $100 Mio.

Resident Evil: Retribution spielte $5 Mio am Wochenende in China ein und steht dort bei insgesamt $14,2 Mio. Sein internationales Einspiel brachte das Sequel auf $194 Mio und sollte bald $200 Mio knacken.

Schließlich hat der Horrorhit Mama am Wochenende $50 Mio passiert.