Box-Office Welt – The Wolf of Wall Street bleibt standhaft

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Box-Office Welt - 24.-26.01.2014 Zusammenfassung und Analyse

Quellen: ScreenDaily, Rentrak

The Wolf of Wall Street setzte sich zum zweiten Mal in Folge an den internationalen Kinokassen durch – diesmal noch deutlicher als in der Vorwoche. Sehr starke Nummer-1-Starts in Italien ($5,2 Mio) und Australien ($4,7 Mio) ermöglichten ein $36-Mio-Wochenendergebnis und ein Zwischenergebnis von $122,3 Mio an den internationalen  Kinokassen. Damit hat die oscarnominierte Satire bereits Scorsese-Hits wie Aviator und Gangs of New York international hinter sich gelassen und hat nur noch Shutter Island und Departed – Unter Feinden vor sich. Spätestens dieses Wochenende wird The Wolf of Wall Street auch diese beiden mit Leichtigkeit übertreffen und noch vor Ende Februar außerhalb von Nordamerika zum ersten $200-Mio-Hit für Scorsese werden.

Das Startwochenende in Italien war besonders gigantisch. Dort eröffnete der Film, besser als Blockbuster wie Man of Steel, Django Unchained, Ted oder Prometheus. Zudem war es bei weitem der beste Start von Scorseses Karriere und toppte das Startwochenende von Shutter Island um 98% und das von Departed um 143%! Der Film startete auch deutlich besser als die DiCaprio-Hits Inception und Der große Gatsby. Mit etwas Glück winkt Wolf in Italien ein Gesamteinspiel von $20 Mio oder mehr. In Australien waren die Zahlen ebenfalls nicht zu verachten. Das $4,7-Mio-Startwochenende liegt 87% vor Shutter Island und 151% vor Departed. Bereits nach diesem Wochenende wird The Wolf of Wall Street in Australien wahrscheinlich zum erfolgreichsten Film von Scorseses langer Karriere. Der Film schrieb auch weiterhin großartige Zahlen in Deutschland ($,5 Mio) und Großbritannien ($5,9 Mio). Hierzulande steht der Film nach 11 Tagen bei $14,1 Mio. Er hat Departed bereits übertroffen und ist weniger als $1 Mio vom Endergebnis von Shutter Island entfernt. In Großbritannien sieht es mit $17,9 Mio ähnlich gut aus. Dort liegt er bereits vor Shutter Island und wird Departed ($24,9 Mio) in den kommenden zwei Wochen übertreffen. Frankreich bleibt derweil mit $23,8 Mio der umsatzstärkste Markt des Films. Dort hat The Wolf of Wall Street mittlerweile Hits wie Thor – The Dark Kingdom, World War Z und Die Croods überholt. In Polen ist der Film ein wahres Phänomen und hat $4,9 Mio eingespielt – mehr als Iron Man 3, Gravity oder Die Tribute von Panem – Catching Fire letztes Jahr. Nach der Wochen an der Spitze hat Wolf $4,9 Mio aus den Niederlanden beigesteuert. Mit $8 Mio nach zwei Wochen liegt der Film in Spanien ebenfalls vor Shutter Island und Departed in glechen Zeitraum. Insgesamt ist der Film nahezu überall deutlich über den Erwatungen gelaufen und es gibt keinen Grund zur Annahme, dass sich das nicht auch in seinen verbleibenden Märkten (u. a. Russland, Japan, Hong Kong) fortsetzt. Die Frage bleibt, wie weit er jenseits von $200 Mio gehen wird. Momentan kann ich mir ein Gesamteinspielergebnis von mehr als $220 Mio außerhalb von USA/Kanada vorstellen. Das wäre grandios für einen Film wie diesen.

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren fand sich erneut auf Rang 2 der internationalen Charts wieder und erhöhte sein Einspiel um $20,2 Mio von 52 Ländern am Wochenende. Damit erreichte der Film insgesamt $462,5 Mio außerhalb von Nordamerika und, was noch wichtiger ist, mehr als $800 Mio weltweit. Nach einem bereits sehr erfolgreichen Start vorletzte Woche, legte Die Eiskönigin in Südkorea unglaublicherweise um 18,9% zu und spielte weitere $9,1 Mio letztes Wochenende ein. Insgesamt steht der Film in dem Markt jetzt bei $22,6 Mio. Er hat jetzt schon alle Animationsfilme seit Kung Fu Panda 2 überholt, ebenso wie die meisten Hollywood-Filme von 2013. Es sieht ganz danach aus, als könnte Die Eiskönigin in Südkorea mit mehr als $35 Mio zum erfolgreichsten US-Film seit Iron Man 3 werden. Der bislang erfolgreichste Markt bleibt weiterhin Großbritannien mit $58,3 Mio. Dahinter folgen Frankreich ($46 Mio) und Deutschland ($45 Mio). In Frankreich ist es nun sicher, dass Die Eiskönigin noch for Der Hobbit 2 der umsatzstärkste Flm von 2013 bleiben wird. Mit Japan, China und Schweden im Rücken, wird Die Eiskönigin international mindestens $600 Mio einspielen und auch die Chancen auf $1 Mrd weltweit steigen zusehend (in den USA überschritt der Film gerade die $350-Mio-Marke).

Jack Ryan: Shadow Recruit belegte international wieder Rang 3. Diesmal spielte der Film nach Tom Clancys berühmtestem Charakter $14,3 Mio ein und steht bei $46,5 Mio. Letztes Wochenende erreichte der Streifen 12 neue Länder. Der einzige große Markt, in dem der Film letztes Wochenende startete, war Großbritannien. Dort platzierte sich Jack Ryan mit $2,1 Mio auf Platz 3 der Kinocharts und enttäuschte leicht. China ist sein einziger wirklich nennenswerter Markt bislang. Dort nahm der Streifen $5,5 Mio am Wochenende ein und hat sein Einspiel auf $21,4 Mio gebracht. Russland und Australien können da mit jeweils $3,5 Mio nach zwei Wochen nicht mithalten. Es steht dem Fim jedoch noch eine ganze Reihe an potenziell ertragreichen Märkten bevor – darunter Italien, Spanien, Frankeich, Deutschland, Japan, Brasilien, Südkorea und viele andere. Ein Gesamteinspiel von mehr als $100 Mio ist dem Film sicher, doch bis $150 Mio wird es wahrscheinlich nicht reichen.

I, Frankenstein lief international etwas besser an als in den USA, wenn auch nicht um Längen. mit $13 Mio von 15 Ländern platzierte er sich auf Rang 4 der Übersee-Charts. Nahezu die Hälfte davon ($6,4 Mio) kam aus Russland, wo der Film Platz 1 der Charts dank seinem Riesenstart belegte. In Mexiko gelang ihm mit $2 Mio ebenfalls ein grundsolider Start. Er spielte dort an seinem ersten Wochenende mehr ein als alle Underworld-Filme. In Brasilien belegte I, Frankenstein knapp vor The Wolf of Wall Street die #1 und spielte $1,6 Mio zum Start ein. In Deutschland floppte der Film dafür mit $1,1 Mio. Mit Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien, Spanien, Australien und diversen anderen Märkten noch vor sich, sollte I, Frankenstein zumindest $75-85 Mio international erreichen. An die knapp $98 Mio von Underworld: Awakening wird er aber wahrscheinlich nicht herankommen.

Der Oscarfavorit 12 Years a Slave setzte seine überaus erfolgreiche internationale Kampagne mit $9,6 Mio am Wochenende fort. Das hatte er u. a. dem fantastischen Start in Frankreich zu verdanken, wo er mit $2,75 Mio von lediglich 207 Kinos Platz 1 der Charts belegte. Das ist ein besseres Startwochenende als von Oscarfilmen wie The Help, Argo oder No Country for Old Men. Der stärkste Markt blieb aber auch in der dritten Woche für den Film Großbritannien. Dort platzierte sich der Streifen mit $3,7 Mio auf Rang 2 der Charts und brachte sein laufendes Einspiel auf $18,2 Mio. Da dem Film noch ein ganzer Monat voller Oscar-Hype und dadurch auch Medienpräsenz bevorsteht, sollte er in Großbritannien mindestens $30 Mio erreichen, wenn nicht mehr. Das würde ihn erfolgreicher machen als letztjährige Hits wie Captain Phillips, Django Unchained oder Hangover 3. Dieses Wochenende startet der Film in Italien und im Februar sind dann Brasilien, Italien und Mexiko dran. Bis dato hat 12 Years a Slave ordentliche $35 Mio außerhalb von Nordamerika eingespielt und sollte die $100-Mio-Marke mit Sicherheit überqueren. Wenn er bei den Oscars gut abräumen kann, schließe ich auch $150 Mio nicht aus.

Der Hobbit – Smaugs Einöde klettert unbeirrt in Richtung $600 Mio weiter. Am Wochenende kamen  weitere $5,7 Mio hinzu, was sein internationales Einspiel auf $595,3 Mio brachte. Deutschland ($85,6 Mio) und Großbritannien ($69,5 Mio) sind für einen großen Anteil an dieser Summe verantwortlich. Ende Februar startet das Sequel dann endlich auch in China und Japan und könnte mit etwas Glück die $700-Mio-Marke knacken. Bis dahin hat der Streifen aber einen langen Weg vor sich.

Ich – Einfach unverbesserlich 2 blieb stark in China und nahm dort weitere $5,2 Mio ein, womit das Animationssequel in dem Markt bereits $46,3 Mio nach drei Wochen erreichte. International steht er bei $596,9 Mio und wird dieses Wochenende endlich $600 Mio erreichen. Weltweit wird er es zwar nicht zu $1 Mrd schaffen, doch er wird die magische Grenze wahrscheinlich um weniger als $25 Mio verfehlen…

Paranormal Activity – Die Gezeichneten spielte $4,5 Mio von 41 Ländern ein und hat sein internationales Einspiel auf $50,5 Mio gebracht. In Australien startete der Film mit $1,2 Mio auf Rang 5. Mexiko bleibt sein erfolgreichstes Land. Dort spielte der Ableger der erfolgreichen Horror-Reihe bislang $6,4 Mio ein. Der Film ist noch nicht in Japan, Italien, Venezuela und Neuseeland angelaufen und hat daher noch die Chance auf $70 Mio international. Das ist weniger als alle anderen Paranormal-Activity-Filme, aber angesichts der Tatsache, dass es ein Spin-Off ist, können sich die Zahlen durchaus sehen lassen.

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty nahm derweil weitere $4,4 Mio ein und steht jetzt bei $113,4 Mio. Alle relevanten Märkte, mit der Ausnahme von Japan, hat Walter Mitty bereits erreicht und wird seine Laufzeit mit etwa $125 Mio beenden.

American Hustle hat am Wochenende $3,7 Mio außerhalb von Nordamerika eingenommen und steht momentan bei $43,2 Mio. Dazu muss man merken, dass er mit Ausnahme von Großbritannien, Italien und Australien noch in keinem großen Markt gestartet wurde und die meisten den Film erst im Februar zu sehen bekommen werden. Deshalb traue ich ihm ein Endergebnis von mehr als $100 Mio zu, wie es bereits Silver Linings geschafft hat.

47 Ronin erhöhte sein vorläufiges internationales Einspielergebnis um $2,6 Mio und hat bis dato $83,8 Mio an den internationalen Kinokassen erreicht. Mit Deutschland, Frankreich, Italien, Mexiko, Brasilien und China in petto, wird 47 Ronin mit großer Wahrscheinlichkeit international mehr als $150 Mio einspielen.

Gravity profitiert momentan von seinen zehn Oscarnominierungen und setzte international am Wochenende weitere $2,1 Mio um, was das Gesamteinspiel des Films auf $427,3 Mio brachte. Etwa $27,1 Mio davon hat er in Japan eingespielt, wo der Streifen aktuell  nach sieben Wochen Platz 5 der Charts belegt.

The Counselor brachte sein internationales Einspiel auf $53,4 Mio, dank $3,7 Mio aus Italien nach zwei Wochen. Der Arnie/Sly-Actionthriller Escape Plan hat dafür mittlerweile $110,3 Mio erreicht.

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