Box-Office Welt – Stirb langsam packt $100 Mio

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Box-Office Welt - 22.-24.02.2013 Zusammenfassung und Analyse

Quellen: The Hollywood Reporter, Rentrak

Es war ein eher ruhiges Wochenende außerhalb von USA/Kanada. Wie erwartet belegte Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben erneut die Spitze der Übersee-Box-Office-Zahlen. Dabei fiel er aber stark in fast allen Märkten, in denen er vorletztes Wochenende angelaufen war. Obwohl der Film am Wochenende Frankreich, Brasilien und Indien erreichte und in allen drei Ländern zumindest solide Zahlen schrieb, spielte er insgesamt am Wochenende $35,3 Mio außerhalb von Nordamerika ein. Davon entfielen $5,9 Mio auf Frankreich, seinen stärksten Markt am Wochenende. Eine solide Zahl, jedoch lag sie trotzdem etwa 15% unter dem Start von Stirb langsam 4.0. In Brasilien stieß er immerhin Hänsel und Gretel – Hexenjäger in der fünften Woche von der Spitze und legte mit $2,2 Mio den besten Start des Stirb-langsam-Franchises hin (8% besser als Stirb langsam 4.0). In Indien gab es für das Action-Sequel $1,4 Mio. Zieht man diese Neustarts ab, bedeutet das, dass er im Schnitt um 57% in seinen älteren Märkten abgebaut hat. Das Highlight darunter war Deutschland, wo er $3 Mio einspielen konnte und sein vorläufiges Gesamteinspiel auf $10,4 Mio brachte. In Russland fiel der Film zwar um heftige 61,1%, steht aber nach zusätzlichen $2,6 Mio am Wochenende bei $10,8 Mio und damit schon über dem Gesamteinspiel von Stirb langsam 4.0. In Japan fiel er um verhältnismäßig milde 35,4% auf $2,8 Mio und hat bereits $13 Mio eingespielt. Stirb langsam 4.0 hatte in gleichen Zeitraum allerdings $14,6 Mio vozuweisen. Noch stehen dem fünften Teil der Reihe zwei große Märkte bevor – Australien und China. Insbesondere auf China ruht viel Hoffnung, da der Markt in den letzten Jahren enorm gewachsen ist. Sollte der Film dort allerdings nicht deutlich über den Erwartungen laufen, so wird er wohl nicht das internationale Einspiel von Stirb langsam 4.0 ($249,7 Mio) erreichen. Momentan sieht es eher nach maximal $220 Mio aus, was sicherlich auch nicht schäbig ist, aber gemeinsam mit einem schwachen Lauf in den USA könnten dem Streifen $300 Mio weltweit verwehrt bleiben.

Nach der langen (und teilweise enttäuschenden) Odyssee am internationalen Markt, erreichte Der Hobbit – Eine unerwartete Reise letztes Wochenende sein finales Land – China. Dort nahm der Fantasy-Streifen am Wochenende tolle $18,1 Mio ein. Laut dem Verleiher, Warner Bros., war dies der viertbeste 3-Tages-Start aller Zeiten für einen US-Film in China. Damit kam Der Hobbit auf ein internationaes Gesamteinspielergebnis von $679,6 Mio. Nur 11 Filme waren international noch erfolgreicher, dsarunter aber auch Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs, der $742,1 Mio einnahm – und das vor neun Jahren und ohne 3D! Dem Prequel fehlen jetzt weniger als $20 Mio, um der vierte $1 Mrd-Hit von 2012 zu werden (nach Marvel’s The Avengers, Skyfall und The Dark Knight Rises). So viele gab es in einem einzigen Jahr noch nie! Spätestens in den nächsten zwei Wochen wird es soweit sein. Auch wird er als 9. Film überhaupt die $700 Mio-Grenze international überqueren. Der stärkste Makt des Films bleibt weiterhin Deutschland mit $92,6 Mio.

Les Misérables legte mit $9,1 Mio ein weiteres tolles Wochenende hin. Der stärkste Neustart war in Deutschland, wo er jedoch etwas enttäuschende $1,7 Mio einnahm. Insgesamt steht das oscarnominierte Musical international bei tollen $248,4 Mio! Weltweit fehlen ihm weniger als $5 Mio bis $400 Mio. Das Highlight schlechthin ist Japan. Dort hat der Film bislang $54,1 Mio eingenommen und befindet sich nach zehn Wochen (!) immer noch in der wöchentlichen Top 10! In Großbritannien nahm das Musical beinahe $57 Mio ein. In Südkorea sind es bislang etwa $39 Mio. So kommt mehr als die Hälfte des internationalen Einspiels von Les Misérables alleine aus diesen drei Ländern. In Frankrech ist der Film hingegen mit $1,6 Mio nach zwei Wochen völlig gescheitert. Nur noch Dänemark, Türkei und China liegen vor dem Film, der noch eine kleine Chance auf $300 Mio international hat, wenn die drei Oscarsiege ihm etwas helfen.

Django Unchained ergänzte sein internationales Gesamteinspiel durch weitere $8,9 Mio letztes Wochenende und brachte es auf $221,8 Mio. Dabei hat der Film große Teile von Asien noch gar nicht erreicht (wie Südkorea oder Japan). So hat er weiterhin noch eine Chance auf $450 Mio weltweit.

Ralph recht’s hat international bereits $241,5 Mio erreicht und nähert sich langsam der $500 Mio-Marke weltweit. Dazu fehlen dem Animationsfilm noch etwa $72 Mio.

Neue Meilensteine erreichten Gangster Squad und Flight. Beide überschritten am Wochenende die $50 Mio-Marke außerhalb von Nordamerika.

Hänsel und Gretel – Hexenjäger nahm international weitere $4,6 Mio ein und brachte sein Einspiel außerhalb von USA/Kanada auf $108,5 Mio. Dieses Wochenende startet der Fantasy-Actioner in Großbritannien, Deutschland, Spanien und Holland. Es sieht also aus, als könnte er international noch $200 Mio packen. Das bisherige unumstrittene Highlight bleibt für den Film Brasilien, wo er in fünf Wochen $21,1 Mio eingenommen hat und damit bereits mehr als Der Hobbit – Eine unerwartete Reise während seiner gesamen Laufzeit.

Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger erreichte am Wochenende $470 Mio international. Mit vier Oscars im Rücken, könnte er sich noch eine Weile in einigen Märkten halten und womögliche gerade noch $600 Mio weltweit einspielen. Das wäre phänomenal für den Film.

Silver Linings lief bislang relativ ruhig und unauffällig außerhalb von USA und Kanada, erreichte aber mittlerweile schon ganz respektable $60 Mio. Seine besten Märkte sind Spanien und Australien mit jeweils etwas über $9 Mio.