Box-Office USA – Der One-Direction-Konzertfilm führt am Freitag

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One Direction Box-Office

Quelle: Boxofficemojo

Freitag-Update

Am letzten Wochenende des Sommers, dem viertägigen Labor-Day-Wochenende, sieht es nicht so aus, als würde das sommerliche Box-Office sich mit einem großen Knall verabschieden. Nur drei Filme spielten am Freitag mehr als $2 Mio ein, davon nur einer ein Newcomer in den Charts. Zwei weitere breite Neustarts floppten, wobei es im limitierten Bereich mit der mexikanischen Komödie Instructions not Included einen Überraschungserfolg gab.

Der 3D-Konzertfilm der britischen Boy-Band One Direction, One Direction: This Is Us, belegte erwartungsgemäß den ersten Platz am Freitag mit $8,9 Mio von 2735 Kinos . Seit Justin Bieber: Never Say Never ist kein anderer Konzertfilm so erfolgreich gestartet. So enttäuschte letztes Jahr Katy Perry: Part of Me trotz 3D und Juli-Start mit einem Gesamteinspiel von $25,3 Mio. Diese Summe wird One Direction: This Is Us in weniger als einer Woche schon erreichen. Allerdings lag der Starttag auch unter dem des Justin-Bieber-Films ($12,4 Mio) und nur knapp über dem vom Miley-Cyrus/Hannah-Montana-Konzertfilm Best of Both Worlds ($8,7 Mio), der aber dafür in etwa 2050 Kinos weniger anlief. Unter Konzertfilmen liegt One Direction deshalb irgendwo im Mittelfeld. Etwa $2,7 Mio von seinem Freitagseinspiel kamen aus Previews am Donnerstag, was auf eindeutige Froontlastigkeit schließen lässt. Über das lange Wochenende sollte der Film etwa $24-27 Mio erreichen, in den Wochen darauf aber ziemlich schnell aus den Kinos verschwinden. Aber auch wenn nicht mehr als $50 Mio für den Streifen drin ist – angesichts des $10-Mio-Budgets ist er bereits ein großer Erfolg.

Der Butler belegte gestern Platz 2 mit $3,62 Mio Platz 2 und lag damit nur 24,4% unter seinem letzten Freitag. Nach 15 Tagen hat das starbesetzte Rassismus-Drama schon $62,9 Mio eingespielt und hat ein Egebnis oberhalb von $100 Mio weiterhin fest im Blick. Über das vier-Tages-Wochenende sollte der Film etwa $18-20 Mio einnehmen und noch vor Ende September wird Der Butler die $100-Mio-Grenze überqueren auf dem Weg zu einem Gesamteinspiel von mindestens $110 Mio.

Wir sind die Millers ging um einen Rang zurück auf #3 und spielte an seinem vierten Freitag tolle $3,13 Mio ein (nur 22,6% weniger als in der Vorwoche). Damit erreichte die nicht-jugendfreie Komödie mit Jennifer Aniston als 20. Film von 2013 die begehrte $100-Mio-Marke. Am Gesamtwochenende erwarten den Streifen etwa $15 Mio, womit er wahrscheinlich nach nur vier Wochen Tropic Thunder, einen anderen R-rated August-Komödien-Hit überholen wird. Wir sind die Millers entwickelte sich in den letzten Wochen von einem grundsoliden Hit zu einem wahren Box-Office-Monster und wird mit mindestens $130 Mio die Kinos verlassen.

Der zweite Neueinsteiger in der Top 5 landete auf Rang 4, war jedoch nicht einer der zwei anderen breit gestarteten Flme. Stattdessen war es Instructions not Included, eine mexikanische Komödie, die in den USA sehr stark an das hispanische Publikum vermarktet wurde und in lediglich 347 Kinos anlief. Von diesen erwirtschaftete der Film am Starttag grandiose $1,9 Mio. Am langen Wochenende wird der Film mindestens 6 Mio erzielen und damit eins der besten Startwochenenden aller Zeiten für einen fremdsprachigen Film in den USA hinlegen. Damit solle er nicht nur locker der erfolgreichste nicht-englischsprachige Film des Jahres in den USA werden, sondern sogar einer der 20 erfolgreichsten aller Zeiten.

Die Top 5 wurde von Disneys Planes abgerundet, der sich angesichts mangelnder Familienkonkurrenz mit $1,71 Mio (-26,8%) toll hielt und sein vorläufiges Einspiel auf $64,8 Mio nach 22 Tagen brachte. Am langen Feiertagswochenende wird Planes mehr als $10 Mio einspielen. Bei einem budget von $50 Mio ist der Cars-Ableger bereits ein Hit.

Sehr schlecht lief es stattdessen für den vom den Kritikern verrissenen Actionthriller Getaway mit Ethan Hawke und Selena Gomez, der mit $1,42 Mio von 2130 Kinos auf Platz 7 anlief und über das lange Wochenende nicht mehr als $5 Mio verbuchen sollte. Sogar bei einem $18-Mio-Budget ist das furchtbar.

Noch schlechter erging es jedoch dem Thriller Closed Circuit mit Eric Bana und Rebecca Hall, der mit $750,000 von 862 Kinos außerhalb der Top 10 landete und einschließlich seines Vorstarts am Mittwoch bei $1,3 Mio nach drei Tagen liegt. Hier winkt ein Gesamteinspiel von nicht mehr als $7-8 Mio.

Mehr zum gesamten Wochenende gibt es kommende Woche.