Box-Office USA – "Catching Fire"-Previews stark, aber nicht rekordverdächtig

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Catching Fire Box-Office

Quelle: Lionsgate

Dass Die Tribute von Panem – Catching Fire eins der besten Startwochenenden aller Zeiten dieses Wochenende an den US-Kinokassen hinlegen würde, war abzusehen. Schließlich hat schon The Hunger Games letztes Jahr mit $152,5 Mio das seinerzeit viertbeste Startwochenende aller Zeiten gehabt. Für einen Originalfilm (also kein Sequel oder Prequel) waren es bislang unerhörte Zahlen – und das sogar gänzlich ohne Hilfe von 3D! Kein Twilight-Sequel und nur ein einziger Harry-Potter-Film hat noch mehr zum Start eingespielt. Da man bei Sequels zu beliebten Filmen naturgemäß von einer Steigerung zumindest am Startwochenende ausgeht, war es sichere Sache, dass Catching Fire sich ebenfalls unter den zehn erfolgreichsten Starts aller Zeiten in Nordamerika platzzieren würde – die Frage war nur, wie hoch.

Zwar wird diese Frage noch nicht beantwortet, doch es gibt bereits erste Zahlen. In den Previews, die in den USA und in Kanada landesweit seit gestern um 20 Uhr liefen, hat Catching Fire $25,3 Mio eingespielt. Doch was sagt uns das?

Zunächst benötigt man einige Zahlen zum Vergleich. Nur sechs Filme haben in Vergangenheit noch mehr in Previews und/oder reinen Mitternachtsvorstellungen (wie es früher noch üblicher war) eingenommen – die vier Twilight-Sequels (alle vier hatten $26,3-30,4 Mio in den Previews), The Dark Knight Rises ($30,6 Mio) und der unangefochtene König der Previews, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 ($43,5 Mio). Allerdings hatten die meisten dieser Filme weniger Vorstellungen, da diese erst um Mitternacht anfingen. Wie man unschwer sehen kann, handelt es sich bei all diesen Filmen um Franchises mit sehr großen Fangemeinden und nicht alle diese Preview-Zahlen führten auch zu Rekord-Startergebnissen. So spielte Marvel’s The Avengers in den Mitternachtsvorstellungen "nur" $18,7 Mio ein, holte sich aber mit über $207 Mio am Wochenende den Startrekord mit großem Abstand zu dem Rest. Auch Iron Man 3 spielte dieses Jahr in den Previews $15,6 Mio ein, was aber für $174,1 Mio am Gesamtwochenende ausreichte. Ergänzend sollte man hinzufügen, dass starke Preview-Zahlen im Sommer aufgrund von Ferien leichter zu erreichen sind (siehe The Dark Knight Rises und Harry Potter)

Der erste Panem-Film spielte letztes Jahr etwa $19,7 Mio in den Mitternachtsvorstellungen ein. Catching Fire verbesserte sich um etwa 28%. Prozentuell übertragen auf das Gesamtwochenende würde diese Steigerung etwa $195,5 Mio am Wochenende für das Sequel bedeuten. Dass es auch so kommen wird, ist aber sehr unwahrscheinlich, da Fortsetzungen in der Regel deutlich frontlastiger sind als deren Vorgänger und der Film sich deshalb am Wochenende wahrscheinlich etwas schlechter halten wird als der erste. Wenn Catching Fire dem Vorbild vom letztjährigen Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2 folgt, dann wird es zu einem Starttag von etwa $59 Mio und einem Startwochenende von $118 Mio führen. Allerdings glaube ich nicht, dass Catching Fire ganz so frontlastig sein wird wie Twilight und auch die deutlich besseren Kritiken werden für besseres Durchhaltevermögen sorgen. Ich rechne also mit $70 Mio am ersten Tag (das wäre genug für den siebtbesten Starttag aller Zeiten) und mindestens $155 Mio über das Gesamtwochenende. Im besten Szenario könnten es sogar $80 Mio und $75 Mio über das Wochenende sein. Der Kampf zwischen Catching Fire und Iron Man 3 um die Jahres-Spitze und das beste Startwochenende von 2013 bleibt also weiterhin spannend.